Jahreskonzert der Brass Band Emmental

(Text: D'Region, 15. Mai 2017, Sylvia Mosimann

OBERBURG: Das Jahreskonzert der Brass Band Emmental in der Mezwan Oberburg darf als grosser Erfolg gewertet werden. Die Musiker/innen liessen ebenso beeindruckende wie berührende Stimmungsbilder entstehen, die ihre Wirkung auf die Zuhörer/innen nicht verfehlten.

Als Erfolg vor grossem Publikum darf die Brass Band Emmental das Jahreskonzert in der Mezwan Oberburg verbuchen. Unter der Leitung von Jan Müller brillierten nicht nur die Solisten Christof Hess (Cornet), Dominik Fankhauser (Es-Horn) und Samuel Oberli (Schlagzeug), sondern das ganze Brassbandkorps, führende Formation der ersten Stärkeklasse in der Schweizer Brassbandszene. Es liess ebenso beeindruckende wie berührende Stimmungsbilder entstehen, als rhythmisch-melodisches Feuerwerk, das seine Wirkung auf die Zuhörer nicht verfehlte. Melodien, welche die intime Bedeutung unvergessener Momente im Leben der Komponisten skizzierten, lösten hellste Lebensfreude, aber auch tiefste Melancholie aus und rissen das Publikum zu begeistertem Applaus hin.
Breit gefächert war das Repertoire, zu dem Bernhard Augstburger interessante Hintergrundgeschichten wusste. Mit viel Humor führte er als Moderator durch den Abend.

Arien und Tänze

Das Motto «Arien und Tänze – Dances and Arias» bildete den roten Faden durch das Programm. «Dances and Arias» heisst denn auch die Komposition von Edward Gregson, mit der die Band am «World Music Contest» in Kerkrade (NL) teilnimmt. Schwung, Energie und funkelnde Klangbilder führten an die verschiedensten musikalischen Schauplätze. Das farbige musikalische Spektrum lud zum Zurücklehnen ein, die Darbietungen standen für musikalische Treue in der Tradition der Brassmusik.

Zillertaler Idylle und Poesie garantierte Philip Sparkes «Mountain Song», Trost und Gelassenheit prägte Peter Grahams «A Time for Piece», in dem Christof Hess die Seele zum Schwingen brachte. Henry Charles Goffins Lebensgeschichte und Wirken in der Heils­armee faszinierte ebenso wie sein fetzig klangvoller Marsch «The Red Shield» und «Misty» von Eroll Garner mit Solist Dominik Fankhauser. Für einmal schien der musikalische Abend viel zu schnell vorbei, wird aber noch lange in Erinnerung bleiben.